§ 772 BGBVollstreckungs- und Verwertungspflicht des Gläubigers
Buch 2: Recht der Schuldverhältnisse › Abschnitt 8: Einzelne Schuldverhältnisse › Titel 20: Bürgschaft
(1) Besteht die Bürgschaft für eine Geldforderung, so muss die Zwangsvollstreckung in die beweglichen Sachen des Hauptschuldners an seinem Wohnsitz und, wenn der Hauptschuldner an einem anderen Orte eine gewerbliche Niederlassung hat, auch an diesem Orte, in Ermangelung eines Wohnsitzes und einer gewerblichen Niederlassung an seinem Aufenthaltsort versucht werden.
(2) Steht dem Gläubiger ein Pfandrecht oder ein Zurückbehaltungsrecht an einer beweglichen Sache des Hauptschuldners zu, so muss er auch aus dieser Sache Befriedigung suchen. Steht dem Gläubiger ein solches Recht an der Sache auch für eine andere Forderung zu, so gilt dies nur, wenn beide Forderungen durch den Wert der Sache gedeckt werden.
Amtliche Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch, § 772, Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738; | Stand: zuletzt…, abgerufen über gesetze-im-internet.de.
§ 772 BGB · Absatz/Satz anfügen: § 772 Abs. 1 S. 1 BGBWeitere Normen in „Titel 20: Bürgschaft“
- § 765 BGB Vertragstypische Pflichten bei der Bürgschaft
- § 766 BGB Schriftform der Bürgschaftserklärung
- § 767 BGB Umfang der Bürgschaftsschuld
- § 768 BGB Einreden des Bürgen
- § 769 BGB Mitbürgschaft
- § 770 BGB Einreden der Anfechtbarkeit und der Aufrechenbarkeit
- § 771 BGB Einrede der Vorausklage
- § 772 BGB Vollstreckungs- und Verwertungspflicht des Gläubigers
- § 773 BGB Ausschluss der Einrede der Vorausklage
- § 774 BGB Gesetzlicher Forderungsübergang
- § 775 BGB Anspruch des Bürgen auf Befreiung
- § 776 BGB Aufgabe einer Sicherheit
- § 777 BGB Bürgschaft auf Zeit
- § 778 BGB Kreditauftrag
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