§ 858 BGBVerbotene Eigenmacht
Buch 3: Sachenrecht › Abschnitt 1: Besitz
(1) Wer dem Besitzer ohne dessen Willen den Besitz entzieht oder ihn im Besitz stört, handelt, sofern nicht das Gesetz die Entziehung oder die Störung gestattet, widerrechtlich (verbotene Eigenmacht).
(2) Der durch verbotene Eigenmacht erlangte Besitz ist fehlerhaft. Die Fehlerhaftigkeit muss der Nachfolger im Besitz gegen sich gelten lassen, wenn er Erbe des Besitzers ist oder die Fehlerhaftigkeit des Besitzes seines Vorgängers bei dem Erwerb kennt.
Amtliche Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch, § 858, Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738; | Stand: zuletzt…, abgerufen über gesetze-im-internet.de.
§ 858 BGB · Absatz/Satz anfügen: § 858 Abs. 1 S. 1 BGBWeitere Normen in „Abschnitt 1: Besitz“
- § 854 BGB Erwerb des Besitzes
- § 855 BGB Besitzdiener
- § 856 BGB Beendigung des Besitzes
- § 857 BGB Vererblichkeit
- § 858 BGB Verbotene Eigenmacht
- § 859 BGB Selbsthilfe des Besitzers
- § 860 BGB Selbsthilfe des Besitzdieners
- § 861 BGB Anspruch wegen Besitzentziehung
- § 862 BGB Anspruch wegen Besitzstörung
- § 863 BGB Einwendungen des Entziehers oder Störers
- § 864 BGB Erlöschen der Besitzansprüche
- § 865 BGB Teilbesitz
- § 866 BGB Mitbesitz
- § 867 BGB Verfolgungsrecht des Besitzers
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