§ 592 HGBVerteilung
Fünftes Buch: Seehandel › Vierter Abschnitt: Schiffsnotlagen › Dritter Unterabschnitt: Große Haverei
(1) Die Höhe der Vergütung, die ein Beteiligter wegen der Aufopferung oder Beschädigung eines ihm nach § 588 Absatz 2 zuzurechnenden Gegenstands beanspruchen kann, sowie die Höhe des Beitrags, den ein Beteiligter zu zahlen hat, bestimmen sich nach dem Verhältnis der gesamten, allen Beteiligten zustehenden Vergütung zu der Summe der von allen Beteiligten zu leistenden Beiträge. Liegt ein nach § 590 ermittelter anteiliger Wertverlust über dem nach Satz 1 errechneten Anteil, so hat der von dem Wertverlust betroffene Beteiligte in Höhe der Differenz Anspruch auf eine Vergütung. Liegt ein nach § 590 ermittelter anteiliger Wertverlust unter dem nach Satz 1 errechneten Anteil, muss der von dem Wertverlust betroffene Beteiligte in Höhe der Differenz einen Beitrag zahlen.
(2) Jeder Beitragspflichtige haftet jedoch nur bis zur Höhe des Wertes des geretteten Gegenstands, der ihm nach § 588 Absatz 2 zuzurechnen ist.
Amtliche Quelle: Handelsgesetzbuch, § 592, Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 G v. 4.2.2026 I Nr. 33 | Sonst:…, abgerufen über gesetze-im-internet.de.
§ 592 HGB · Absatz/Satz anfügen: § 592 Abs. 1 S. 1 HGBWeitere Normen in „Dritter Unterabschnitt: Große Haverei“
- § 588 HGB Errettung aus gemeinsamer Gefahr
- § 589 HGB Verschulden eines Beteiligten oder eines Dritten
- § 590 HGB Bemessung der Vergütung
- § 591 HGB Beitrag
- § 592 HGB Verteilung
- § 593 HGB Schiffsgläubigerrecht
- § 594 HGB Pfandrecht der Vergütungsberechtigten. Nichtauslieferung
- § 595 HGB Aufmachung der Dispache
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