§ 1298 BGBErsatzpflicht bei Rücktritt
Buch 4: Familienrecht › Abschnitt 1: Bürgerliche Ehe › Titel 1: Verlöbnis
(1) Tritt ein Verlobter von dem Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten und dessen Eltern sowie dritten Personen, welche anstelle der Eltern gehandelt haben, den Schaden zu ersetzen, der daraus entstanden ist, dass sie in Erwartung der Ehe Aufwendungen gemacht haben oder Verbindlichkeiten eingegangen sind. Dem anderen Verlobten hat er auch den Schaden zu ersetzen, den dieser dadurch erleidet, dass er in Erwartung der Ehe sonstige sein Vermögen oder seine Erwerbsstellung berührende Maßnahmen getroffen hat.
(2) Der Schaden ist nur insoweit zu ersetzen, als die Aufwendungen, die Eingehung der Verbindlichkeiten und die sonstigen Maßnahmen den Umständen nach angemessen waren.
(3) Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt.
Amtliche Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch, § 1298, Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738; | Stand: zuletzt…, abgerufen über gesetze-im-internet.de.
§ 1298 BGB · Absatz/Satz anfügen: § 1298 Abs. 1 S. 1 BGBWeitere Normen in „Titel 1: Verlöbnis“
- § 1297 BGB Kein Antrag auf Eingehung der Ehe, Nichtigkeit eines Strafversprechens
- § 1298 BGB Ersatzpflicht bei Rücktritt
- § 1299 BGB Rücktritt aus Verschulden des anderen Teils
- § 1300 BGB
- § 1301 BGB Rückgabe der Geschenke
- § 1302 BGB Verjährung
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